Artikelformat

Sunshine Coast bis Airlie Beach – Teil 2

Hinterlasse eine Antwort

Hier kommt der zweite Teil von unserer Fahrt nach Airlie Beach! Mittlerweile sind wir nach 900km Fahrt innerhalb von drei Tagen wieder an der Sunshine Coast angekommen.

Tag 5 – Spritsparen und Calliope River Rest Area

Am nächsten Tag mussten wir erstmal unseren ganzen Krempel sortieren, denn mit dem noch frisch verpackten Kühlschrank wurde es doch sehr knapp mit dem Platz. Einige Sachen wurden weggeschmissen, die sich schon als überflüssig herausgestellt hatten, der Rest platzsparender verstaut.
Mittlerweile haben wir den Dreh einigermaßen raus und haben trotz Kühlschrank und zweitem kleinen Wasserkanister relativ viel Platz im Auto.

Außerdem ist der Reifen auf dem Dach auf dem nächstbesten Recyclinghof gelandet, da er sowieso keine Felge hatte und heruntergefahren war. Stattdessen haben wir uns auf Rat der alten Aussies aus Tin Can Bay ein Reifenreparatur-Set gekauft (24 Dollar). Als alles wieder gut verstaut war, ging es weiter zur Calliope River Rest Area, einem sehr großem und schönem, kostenlosem Campingplatz.
Auf dem Weg dahin haben wir wahrscheinlich jedes Auto aufgehalten, denn wir haben jetzt unsere optimale Spritspar-Geschwindigkeit gefunden. Die liegt bei ca. 75 km/h, alle anderen Autos inklusive Roadtrains würden aber lieber die erlaubten 100 km/h fahren, weshalb wir die ganze Zeit überholt werden.
Naja, uns egal, wir wollen Geld sparen!

Tag 6 – Yeppoon und Duschen

Von diesem schönen Fleckchen ging es weiter zu einem kleinen Küstenörtchen namens Yeppoon.
Hier fühlten wir uns auch gleich wohl und entschieden uns für den Luxus eines bezahlten Campingplatzes. Schließlich war am nächsten Tag Maltes Geburtstag und wir wollten endlich wieder Wäsche waschen und duschen.
Die letzte Dusche hatten wir am Abend vor dem Delfine füttern genommen und war somit schon ein Weilchen her. Auf dem Campingplatz standen wir direkt am Wasser und hatten einen schönen Ausblick.

P1070504

Tag 7 – Geburtstag und rote Erde

Am nächsten Morgen wurde vergeblich versucht, Geburtstagskerzen anzuzünden, es war einfach zu windig. Zusätzlich musste es natürlich das erste Mal auf unserer Reise regnen. Die Stimmung vermiest hat es uns trotzdem nicht, denn nachdem wir den Campingplatz verlassen hatten, gab es ein fettes Geburtstagseis in einem Laden mit freiem WLAN.

Nachdem wir das Eis bei schon etwas besserem Wetter genossen hatten, ging es weiter in die nächste größere Stadt, Rockhampton. Diese Stadt ist besonders berühmt für „Beef Cattle“ (Fleischrinder), und da wir von einem großzügigem Spender Geld für Essen gehen bekommen haben, wurde das Fleisch natürlich gleich probiert:
Wir nahmen das Restaurant, das bei TripAdvisor als bestes der Stadt angezeigt wurde. Zum Glück hatten wir vorher einige Kommentare gelesen, die beschrieben, dass das Äußere des Restaurants nichts über die Essensqualität auszusagen hat. Wahrscheinlich wären wir sonst gar nicht erst reingegangen.
Im „Ascot Stonegrill“ wurden wir zunächst gefragt, ob wir denn schon mal von einem Stonegrill gegessen hätten, was wir verneinten.
Das Prinzip ist folgendes: Man sucht sich sein Essen (Fleisch) aus und bekommt dieses einige Minuten später auf einem 400°C heißen Vulkanstein roh serviert. In dem Moment, in dem es auf dem Tisch steht, muss man sein Fleisch das erste Mal wenden, was dazu führt, dass das Fleisch keine Flüssigkeit verliert und saftig bleibt.

Malte nahm das Menü „Bellow Snap Jump“, was so viel bedeutet wie Rind, Krokodil und Känguru (Jaa, er hat tatsächlich Känguru gegessen). Marla entschied sich für Hühnchen und Scampis. Es war das leckerste Fleisch, das wir jemals gegessen haben!!
Als unsere Bäuche zum Bersten voll waren, ging es gut gelaunt ein Stück ins Landesinnere, da wir am nächsten Tag mal ein wenig Inlandsstrecke fahren wollten. Hier sahen wir das erste Mal die berühmte rote Erde und übernachteten in einem kleinen Dörfchen in der Nähe des Highways. Während der Fahrt kamen uns kilometerlange Kohlezüge und gefühlt genauso lange Roadtrains entgegen. Außerdem lagen alle paar Meter tote Kangaroos und Vögel am Straßenrand. Unseren ersten Koala haben wir auch gesehen – leider auch tot.

P1070519

Tag 8: Die Straße und wir

Am achten Tag unserer Reise wurden wir von einem lauten Rumpeln geweckt – der Wind hatte eine Zeltstange von der Regenplane gelöst und weggeweht, außerdem waren unsere Stühle, die als Heringsersatz dienten, umgefallen. Den kleinen Schrecken verdaut, machten wir uns auf Richtung Mackay.

P1070538Diesmal nahmen wir nicht wie die letzten Tage den Bruce Highway, sondern die Fitzroy Developmental Road. Und genau das war sie auch an manchen Stellen auch, im Entwicklungsstadium, der Asphalt war schief und krumm und manchmal nicht mal mehr Asphalt, sondern einfach nur am Boden festgeklebter Kies.
Größtenteils waren wir die einzigen auf der Straße, manchmal wurden wir von Roadtrains überholt, selten auch von anderen Autos. Das ging über mehrere Stunden so, rechts und links flogen gelegentlich Farmen an uns vorbei. Die Landschaft änderte sich von subtropisch über bergig zu tropisch.
Langsam kamen wir zurück in die Zivilisation und steuerten eine weitere Camping Area aus unserem Buch an. Dort angekommen (direkt an einem wunderschönen Strand), stellten wir fest, dass diese nicht wie beschrieben kostenlos war, sondern $25 pro Nacht kosten sollte. Da es nichts anderes in der Nähe gab, mussten wir bleiben.
Das Büro war ausgestorben, doch man sollte eine Telefonnummer anrufen, wenn niemand da ist. Einfacher gesagt als getan, wenn kein Handynetz vorhanden ist. Nebenan stand eine Telefonzelle, in der wir einiges an Geld verschwendeten. Die Dame am anderen Ende sagte uns schließlich, sie würde am nächsten Morgen wegen des Geldes zu uns kommen.

Wir haben uns natürlich den schönsten Platz ausgesucht und abends zwischen komischen Vögeln (in beiden Bedeutungen) gegessen. Dazu gab es einen traumhaften Sonnenuntergang serviert.

IMG_6906

Tag 9: Buschfeuer und Airlie Beach

Am nächsten Morgen wurden zwar die Klos und Duschen sehr gründlich geputzt, aber niemand kam um von uns Geld einzusammeln. Als wir alles zusammengepackt hatten (mittlerweile 10 Uhr) fuhren wir beim Büro vor, nur um dieses abermals verlassen vorzufinden. Nagut, wer nicht will, der hat schon.

Wir fuhren weiter und fanden die Straße völlig verqualmt vor. Direkt neben der Straße brannten einige Büsche. Im ersten Moment doch einigermaßen erschrocken und auch erstaunt, dass keine Feuerwehr vor Ort war, überlegten wir kurz, was wir tun sollten. Eine andere Straße gab es nicht und als uns durch den Rauch ein anderes Auto entgegen kam, wagten wir es auch. Für ein paar Sekunden herrschte völlige Umdunstung, dann war es auch schon vorbei. Kurz gecheckt, ob beim Zelt auch alles okay war und dann waren wir auch schon wieder unterwegs.

Nach wenigen Stunden kamen wir in Airlie Beach an und konnten schon aus dem Auto das wunderschöne türkis-blaue Wasser sehen. Da es schon dunkel wurde, suchten wir uns schnell einen Campingplatz, der natürlich bezahlt war (was sonst an einem der Top-Touristenziele in Australien).

IMG_6920
P1070551

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.