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Eine schlechte Woche

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Moinmoin zusammen, wir leben noch.
Fast wären wir weggeschwommen, aber dank unseres 2,5-Tonnen-Trucks (so nennt man diese Autos hier) hatten wir einen tauglichen Anker in den Regengüssen der letzten Woche.

Wir hatten eigentlich vor, eine Offroad-Tour im sogenannten High Country, den australischen Alpen nordöstlich von Melbourne, zu machen. Gleich auf dem Weg dorthin hat es angefangen, in Strömen zu regnen. Unser Zelt wurde nachts auch kräftig nass, sodass wir es komplett feucht zusammenpacken mussten.

Als wir anfingen, die Berge hoch zu fahren, waren wir ziemlich schnell von einer grauen Wolken-Suppe umgeben, die die Sichtweite auf teilweise unter 50 Meter beschränkte. Nach einigem Suchen fanden wir dann auch den Eingang zu „unserem“ Offroad-Track, der auf einen Berges führt, auf dessen Gipfel sich ein sehr schöner Campground befinden soll.
Nach etwa der Hälfte der Strecke hatten wir Probleme, eine starke Steigung, die aus mehr oder weniger nassem, lockerem Geröll bestand, hinaufzufahren. Alle vier Räder drehten auf den nassen Steinen durch und auch ein zweiter Versuch brachte kein besseres Ergebnis. Wir entschieden, dass es zu gefährlich wäre, die Steigung aufs Biegen und Brechen zu bezwingen, da das Rückwärts hinunterfahren auf lockerem Geröll eine riskante Angelegenheit ist. Also ging es den selben Weg zurück, den wir gekommen waren.
Unsere Offroad-Tour haben wir also erstmal verschoben. Achja, unsere Handbremse funktioniert übrigens hervorragend!

Die Steigung kommt auf Fotos nicht so gut raus... in etwa 40 Grad Steigung sind das dort.

Die Steigung kommt auf Fotos nicht so gut raus… in etwa 40 Grad Steigung sind das dort.

Die nächsten Tage waren auch alle sehr verregnet, nur als wir eine Koala-Auffangstation besuchten, war es für einige Stunden sonnig. Wir haben dort unsere ersten (lebenden) Koalas gesehen, die alle sehr verpennt im Baum hingen und ihren 20-stündigen Schlaf hielten. Koala will man sein…

Kollege Schnarch

Kollege Schnarch

Am selben Tag haben wir auch ein paar Kälber gerettet, die durch ein Loch im Zaun auf die Straße gelaufen waren. Wir sind dann zum Bauern gefahren und haben ihm Bescheid gesagt, dass er mal seinen Zaun checken sollte.

Unser Zelt war fast jeden Tag komplett nass, was dazu führte, dass im zusammengeklappten Zustand auch die Matratze nass wurde… die Stimmung wurde noch schlechter, als ich es irgendwie geschafft habe, mein Handy aus dem Zelt in zweieinhalb Meter Höhe zu werfen und es 5-10 Minuten unbemerkt in einem See lag, die einmal der Boden des Campingplatz war. Erstaunlicherweise funktionierte fast alles noch, nur dass der Bildschirm Streifen über das gesamte Display produzierte… Aber vom Sturz hatte es nicht einen Kratzer. Yay!

Zusätzlich macht unser Auto seit einigen Tagen ein Geräusch beim Wegnehmen des Gas und beim Herunterschalten. Da wir am Montag sowieso in der Werkstatt sind, um uns neue Stoßdämpfer an der Vorderachse einbauen zu lassen, wissen wir dann mehr.

Alles in allem eine miserable Woche, aber jetzt sind wir erstmal wieder in Melbourne und haben Sonne!
Übrigens haben wir jetzt auch eine sogenannte Awning (dt. Markise) an unserem Auto, die Schatten spendet, vor Regen schützt und an die wir ein Fliegennetz anbauen können, sodass wir nicht von allerlei Getier genervt/gestochen werden.

Camping-Level: Pro

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