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Lebenszeichen

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Hallöchen zusammen,
es lebt.

Wir haben unseren deutschen Wortschatz wieder herausgekramt und die Zeit gefunden, einen Blogartikel zu schreiben. Nun denn. So sei es also:

Ich sitze hier gerade auf dem Beifahrersitz unseres braven Paul, der auf einer erstaunlich grünen Wiese quasi direkt am Strand steht. Durch das geöffnete Fenster kommt frische, kühle Antarktikluft und das Geräusch der Brandung, gelegentlich überdeckt von dem Geschrei der Möwen.
Moment, Antarktisluft? Und KÜHL? Jap, richtig, das Wetter ist mäßig (also norddeutsch), eine dicke graue Wolkendecke hängt über uns. Und ja, Luft aus der Antarktis, denn wir sind gerade heute in Südaustralien angekommen und ein paar tausend Kilometer südlich von uns liegt die Antarktis.

Wir

Wir, das sind übrigens mittlerweile eine mehr, nämlich drei. Und nein, es ist kein Unfall, von dem wir euch nichts erzählt haben. Wir (also wir zwei) haben sie (also eine) von Melbourne aus mitgenommen und fahren mit ihr nach Adelaide. Die eine heißt übrigens Caro und ihr Gepäck hat erstaunlicherweise in unser doch schon recht gefülltes Auto gut hineingepasst.
Wir (also wir drei) haben jetzt also wieder etwas mehr Gesprächsstoff für die langen Fahrten im Auto, denn Caro ist auch schon seit vier Monaten in Australien und hat dementsprechend auch schon so einiges erlebt.

Was bisher geschah

Bevor wir (drei) von Melbourne in Richtung Adelaide gestartet sind, haben wir (zwei) noch eine längere Tour durch Victoria gemacht und haben einige Nationalparks besucht.
Die Grampians (300km westlich von Melbourne) haben wir ein zweites Mal besucht, da wir beim ersten Mal mit Freunden aus Hamburg zusammen wenig Zeit dort hatten. Danach sind wir 400 Kilometer nach Norden gefahren, um im „Outback Victoria“ den Mungo National Park zu besuchen, der schon sehr wüstenähnlich anmutet und einen tollen Sonnenuntergang zu bieten hat.
Vorher waren wir noch für zwei Tage im Little Desert National Park und haben ein bisschen unsere Sandfahr-Fähigkeiten erweitert. Das Video dazu gab es ja bereits hier im Blog.

Screenshot 2015-02-20 10.35.46Danach sind wir für zwei Nächte zurück nach Melbourne gefahren, um dann unseren zweiten Offrad-Versuch in den australischen Alpen zu starten. Dieses Mal war das Wetter super, sodass wir keine Probleme hatten, den Mount Terrible (er war gar nicht so schrecklich) mit dem Auto zu befahren.
Danach sind wir in ein logischerweise sehr leeres (kein Schnee im Sommer) Skigebiet gefahren und hatten dort zwei Begegnungen mit Bäumen auf der (Schotter-)Straße, die uns den Weg versperrten. Einen konnten wir mit dem Auto wegziehen, aber leider war nicht genug Platz, um ihn an den Straßenrand zu räumen.

Great Ocean Road

In Melbourne haben wir also Caro abgeholt und sind dann in Richtung Adelaide gestartet. Die ersten 350 Kilometer der Strecke war die von Touristen völlig überlaufene (überfahrene) Great Ocean Road. Dementsprechend waren unsere Nächtigungsplätze deutlich voller als sonst, es wimmelte nur so von Backpackern in alten, vollgestopften Kombis.
Wir haben dort also die ganzen typischen Touristen-Attraktionen abgeklappert und die zur Abwechslung mal sehr kurvige Straße genossen (sonst geht es hier ja überwiegend geradeaus).
Nicht so genossen haben wir und vor allem ich die asiatischen Touristen, die mit 60 km/h in ihren Mietwagen über die Straße zuckeln und auch das dritte „Langsame Fahrzeuge: Berücksichtigt Nachfolgende!“-Schild und die folgende Überholbucht zum Vorbeilassen des Staus hinter ihnen ignorieren.

Nachdem auch dieses Hindernis nach ausgiebigem Gebrauch der Hupe überwunden wurde, hatten wir am Cape Otway einige Begegnungen mit Koalas, die entweder in den Bäumen hingen und schliefen oder in den Bäumen hingen und aßen oder (ein Mal) vor uns auf der Straße entlangliefen und von uns eskortiert wurden, um nicht überfahren zu werden. Fotos mit „süüüüß“-Faktor befinden sich unter diesem Artikel und der Autor übernimmt keine Garantie für eventuelle Kreischanfälle der femininen Fraktion.
Nach dem Ende der Great Ocean Road sind wir auf dem Australien umrundenden Highway 1 weiter in Richtung Adelaide/Südaustralien gefahren und haben nun heute bei recht durchwachsenem Wetter Südaustralien erreicht. Jetzt sind es noch etwa 500 Kilometer Fahrstrecke bis Adelaide, wo wir in drei Tagen (am 19. Februar) ankommen werden.

So, ich muss dann mal wieder, es gibt Essen. Das wird definitiv nicht so durchwachsen wie das Wetter, denn es gibt Frikadellen, Buletten, Fleischbällchen oder wie man das auch immer nennen mag.
Und hier kommen die Fotos…

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