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Steiniger Weg nach Brisbane

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Wir haben es geschafft. Freitag sind wir nach einigem Hin und Her spät abends in Brisbane angekommen. Hier kommt die Geschichte dazu.

Vor ziemlich genau einer Woche wollten wir, nachdem wir eine Woche bei Kevin und Marelle an der Sunshine Coast gewohnt hatten, noch mal ein paar Tage campen, bevor nach Brisbane fahren. Wir waren in Noosa und haben uns den Nationalpark dort angeguckt, aber auf dem Weg zu einem Campingplatz machte das Auto beim bergauf fahren bei hoher Drehzahl auf einmal ein sehr böses Geräusch, eine Art hochfrequentes Stottern im Antriebsstrang. Auf dem Weg zum Campingplatz trat es mehrere Male auf, immer dann, wenn man entweder stark beschleunigte oder bergauf fuhr. Also dann, wenn am meisten Kraft vom Motor an den Rädern anliegt oder anliegen soll.

Ein bisschen Suchen im Internet ergab, dass es sich wahrscheinlich um eines der Gleichlaufgelenke an der Vorderachse handelte. Da sich das Problem nur verschlimmern kann und im schlimmsten Fall zum Ausfall des Antriebs am betroffenen Rad führen kann, entschieden wir uns, zur offiziellen Toyota-Werkstatt zu fahren.
Zum Glück durften wir wieder bei Kevin und Marelle übernachten, denn es war Freitagabend und keine Werkstatt hätte am Samstag offen. Am Samstagmorgen sind wir also die 80 Kilometer zurück nach Kawana Waters gefahren, durch sehr langsames Anfahren und kaum Steigungen auf dem Motorway verlief die Fahrt ohne Zwischenfälle.

Am Montag ging es dann zur offiziellen Toyota-Werkstatt der Region und auf den knapp 20 Kilometern Fahrt dorthin (viele Ampeln) deutete sich das Ende des beschädigten Teils an, es war kaum noch möglich aus dem Stand heraus zu beschleunigen. Die Kupplung hat das ewige Schleifen aber gut überstanden und wir schafften es bis zur Werkstatt.
Der Beginn einer längeren Geschichte, die ich hier deshalb abkürze.

Fünf Tage lang war das Auto bei Toyota. In dieser Zeit bekamen wir zwei Mal mitgeteilt, dass wohl noch ein weiteres Teil defekt ist und ersetzt werden muss und ich habe mich gefühlte 50 Mal durch die Service-Hotline von Toyota wühlen müssen. Als wir nach dem dritten Anruf von Toyota dann zur Werkstatt gefahren sind, um die Sache persönlich zu klären, konnten wir das erste Mal mit jemand kompetentem (dem Service-Manager) sprechen. Er gab zu, dass die Mechaniker bereits am Anfang hätten feststellen müssen, dass zwei weitere Teile im Antriebsstrang kaputt waren und die Informationspolitik mangelhaft war. Zudem hatte der Schrotthändler (wir haben Gebrauchtteile verbaut) einen Fehler gemacht und somit die Reparatur um einen Tag verzögert.

Am Ende hatten wir ein neues Gleichlaufgelenk, ein neues Frontdifferenzial und ein neues Verteilergetriebe und 3.500 Dollar weniger. Der freundliche Toyota-Service-Manager hatte als Kompensation den Preis ein wenig gedrückt, aber trotzdem war diese teure Reparatur kurz vor Schluss ziemlich unnötig und nervenaufreibend. Letztendlich aber „alternativlos“, wie unsere liebe Bundes-Angela sagen würde, da wir das Auto sonst völlig unter Wert verkauft hätten und am Ende trotzdem weniger Geld hätten, als wenn wir das Auto repariert zu einem anständigen Preis verkaufen würden.

So konnten wir das Auto am Freitagabend bei Toyota abholen und dann direkt nach Brisbane fahren, um es dort zu verkaufen.

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